Hydro entwickelt Leichtbaukonzept für Elektroautos

Ganz aus Aluminium haben Hydro und fka eine E-Automobil-Karosserie konzipiert, die weniger als 200 kg wiegt.©hydro
Ganz aus Aluminium haben Hydro und fka eine E-Automobil-Karosserie konzipiert, die weniger als 200 kg wiegt.©hydro

Grevenbroich, 30. Mai 2016. Das Unternehmen Hydro, eine Tochter des norwegischen Konzerns Norsk Hydro, hat gemeinsam mit dem fka-Institut ein Leichtbaukonzept entwickelt, mit dem Elektromobile ihre Gewichtsprobleme bei der Fahrzeugkarosserie mit Aluminium lösen können. Wie Hydro in einer Pressemeldung mitteilt, mindert das Leichtbaukonzept das Gewicht der Karosserie auf weniger als 200 Kilogramm.

Das interdisziplinäre Projekt „Light e-Body“ hatte mehrere Wege untersucht, um das Karosseriegewicht unter die 314 kg eines konservativen Konzepts ganz aus Stahl zu bringen. Die Projektpartner einigten sich auf ein Multi-Material-Konzept, das eine 248 kg schwere Karosserie ergibt. Hydro und fka gingen einen Schritt weiter: Sie entwickelten eine Voll-Aluminium-Karosserie, deren Gewicht jedoch nur noch 199 kg beträgt.

Potenzial für weitere Gewichtsabnahmen beim E-Auto biete Aluminium als Werkstoff auch für Türen, Haube und Heck, was nochmals 37,5 kg einsparen würde. Zusätzliche, sekundäre Gewichtseinsparungen seien dabei noch nicht berücksichtigt.Die von Hydro und fka entwickelte E-Auto-Karosserie ganz aus Aluminium böten eine dem Multi-Material-Konzept vergleichbare Leistung in der Crash-Simulation. Sie eigneten sich gut für die Großserienproduktion und seien zu einem vernünftigen Preis darstellbar, denn das Material dafür gibt es aus vorhandenen Technologien und Produktionsanlagen, schreibt das Unternehmen.

„Wir sind begeistert, dass unsere Voll-Aluminium-Karosserie deutlich mehr Gewicht einspart als das Multi-Material-Konzept des offiziellen Projekts »Light e-Body«. Es vermittelt eine wunderbare Nachricht an E-Fahrzeughersteller: Effiziente, Energie sparende Automobile lassen sich mit Leichtmetall nach heutigem Stand der Technik bauen und auch vollständig recyceln“, sagt Eike Brünger, neuer Leiter des Produktbereichs Automobil bei Hydro.

Hydro zählt zu den führenden Anbietern von Aluminiumbändern und –blechen für den Automobilbau und steigert zurzeit die Kapazität für leichte Karosseriebleche auf 200.000 Tonnen pro Jahr durch den Bau einer neuen, hochmodernen Fertigungsgroßanlage am Standort Grevenbroich, mit einem Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro. Erste Produkte wird die neue Anlage noch 2016 fertigen und liefern.

Die fka GmbH ist ein Spin-off und Partner des ika-Instituts. Es gehört mit rund 450 Experten zu den führenden Instituten für die Automobilforschung und ist Teil der RWTH Aachen.

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