Norwegens Weg in eine grüne Zukunft Jahreskonferenz des Unternehmerverbandes NHO in Oslo

NHO-Chefin Kristin Skogen Lund zur Jahreskonferenz des Unternehmerverbandes@ Martin Slottemo Lyngstad/NHO
NHO-Chefin Kristin Skogen Lund zur Jahreskonferenz des Unternehmerverbandes@ Martin Slottemo Lyngstad/NHO

Oslo, 5. Januar 2017. Norwegens Unternehmensvertreter starteten mit einer klaren Botschaft in das neue Jahr. Auf ihrer Jahreskonferenz am 5. Januar 2017, die unter dem Motto stand „Made in Norway – Arbeiten für eine grüne Zukunft“, diskutierten Unternehmer, Politiker und Vertreter verschiedener Institutionen und Verbände Wege des Umbaus der norwegischen Wirtschaft nach dem Zeitalter von Öl- und Gas. Im Mittelpunkt müsse dabei – da waren sich alle Redner einig – der Technologievorsprung im Bereich Klima- und Umweltlösungen stehen.

„Made in Norway“ müsse ein Zeichen für grüne Wettbewerbsfähigkeit und gute Lösungen sein, erklärte NHO-Präsident Tore Ulstein in seiner Eröffnungsansprache, Kristin Skogen Lund, CEO des Unternehmerverbandes, forderte die Mitglieder beim Umbau der norwegischen Wirtschaft hin zu einer emissionsarmen Gesellschaft zu einer entschlossenen Haltung auf, die die norwegische Industrie seit Generationen geprägt habe. „Es wird keine grüne Umstrukturierung mit roten Linien sein“, sagte Lund. „Die Schaffung von Wohlstand, Arbeitsplätzen und die Produkte der Zukunft werde eine Menge von uns verlangen.“ Sie machte an verschiedenen Beispielen deutlich, wie der grüne Wandel in Norwegen gelingen kann.

V.l.: Erna Solberg, Tore Ulstein und Kristin Skogen Lund@ Martin Slottemo Lyngstad/NHO
V.l.: Erna Solberg, Tore Ulstein und Kristin Skogen Lund@ Martin Slottemo Lyngstad/NHO

Premierministerin Erna Solberg stellte auf dem Jahreskongress die neue Exportinitiative der Regierung vor. „Wir sind für Öl und Gas, Fjorde und Berge bekannt. Aber ich hoffe, wir können für grüne Technologie ebenso berühmt geworden“, sagt Solberg. Norwegen solle das beste Land für Investitionen in grüne Lösungen werden. Sie warnte die Industrie davor, dass der Weg dorthin, der große Veränderungen fordert, hart sein werde.

NHO-Chefvolkswirt Øystein Dørum, geht davon aus, dass Kapital für die grüne Umstrukturieren nicht zur Verfügung stehen wird, weil es entsprechende Auflagen gebe, sondern weil die Branche profitabel ist. „Wir müssen größer und grüner denken und unsere Aktivitäten global vorantreiben“, sagte Dørum.

Remi Eriksen, CEO DNV GL@ Martin Slottemo Lyngstad/NHO
Remi Eriksen, CEO DNV GL@ Martin Slottemo Lyngstad/NHO

Remi Eriksen, CEO von DNV GL und Vorstandsmitglied des World Business Council für nachhaltige Entwicklung, sprach über die Bedeutung von Technologie und Wissen für die Zukunft. Er unterstrich in seiner Präsentation, dass Unternehmen eine zentrale Rolle beim Übergang in eine nachhaltige Zukunft einnehmen müssen. Der Manager sprach über seine vielfältigen Erfahrungen in der Öl- und Gas- sowie der maritimen Industrie und im Bereich erneuerbare Energien. Sein Unternehmen ist in Asien, Europa und Amerika aktiv. Sein Interesse gelte dem Aufbau eines robusten und nachhaltigen Unternehmens mit der Fähigkeit, neue Technologien zu entwickeln und die Anwendung von datengesteuerten digitalen Lösungen zu beschleunigen.

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