Erstes Bürohaus mit positiver Energiebilanz im Norden

Das Bürogebäude Powerhouse Brattørkaia produziert doppelt so viel Energie wie es selbst verbraucht.©Skanska
Das Bürogebäude Powerhouse Brattørkaia produziert doppelt so viel Energie wie es selbst verbraucht.©Snøhetta/MIR

Trondheim, 9. Januar 2017. Die schwedische Baukonzern und Projektentwickler Skanska wird in Trondheim das nördlichste Bürogebäude der Welt mit einer positiven Energiebilanz bauen. Einen entsprechenden Vertrag im Wert von 370 Millionen NOK unterzeichnete Skanska als Generalauftragnehmer mit der auf energieeffizientes Bauen spezialisierten norwegischen Immobilienfirmen Entra. Die Bauarbeiten sollen im April dieses Jahres starten und im Februar 2019 abgeschlossen sein.

Partner des Projektes ist die Vereinigung Powerhouse, deren Ziel es ist, Gebäude mit einer positiven Energiebilanz zu errichten. Beteiligt sind die Unternehmen Entra Eiendom, Skanska, Snøhetta, die Umweltorganisation ZERO, der Aluminiumkonzern Hydro, das Unternehmen für Aluminiumprofile Sapa und die Consultingfirma Asplan Viak.

Das Gebäude Powerhouse Brattørkaia entsteht auf einem Gelände am Hafen von Trondheim, das sich gegenwärtig von einem Industriegebiet zu einem grünen Geschäftsviertel entwickelt. Architektonischer Anspruch sei es, zu Innovationen anzuregen, teilt Skanska mit. Es wird über 15.700 Quadratmeter Bürofläche und 2.500 Quadratmeter Parkfläche verfügen. Skanska selbst wird 2.300 Quadratmeter mieten. Powerhouse Brattørkaia wird den Standard BREEAM NOR Outstanding erreichen, die höchste Zertifizierungsstufe im Umweltbereich. Es wird das erste neue Bürogebäude in Norwegen sein, das mehr Energie produziert als es verbraucht. Das Bürogebäude Brattørkaia wird Sonne und Meerwasser für Heizung und Kühlung nutzen und wird mit Energie über 3.000 Quadratmeter Solarzellen versorgt, die jährlich rund 500.000 kWh erneuerbarer Energie produzieren. Das ist mehr als doppelt so viel, wie das Gebäude selbst für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung verbraucht.

Die Bebauung des ehemaligen Industriegeländes Brattørkaia startete 2008. Heute stehen hier 53.000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung. Zu den hier niedergelassenen Firmen gehören Sintef Sealab, PWC, Salmar, Miljødirektoratet, Simonsen Vogt Wiig, Kverva, Investinor, Get, und Rockheim.
Im Februar vergangenen Jahres hat Entra einen Leasingvertrag mit der BI Norwegian Business School über 20 Jahre für das Grundstück Brattørkaia 16 unterzeichnet. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Powerhouse Brattørkaia werden hier 8.350 Quadratmeter Fläche für den Hochschulbetrieb errichtet.

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