Lefdal Mine Datacenters offiziell eröffnet

Das Lefdal Mine Datacenter ist in einem ehemaligen Bergwerk im Norden Norwegens untergebracht.©Lefdal Mine Datacenters
Das Lefdal Mine Datacenter ist in einem ehemaligen Bergwerk im Norden Norwegens untergebracht.©Lefdal Mine Datacenters

Lefdal, 15.Mai 2017. Am 10. Mai wurde in Lefdal nahe Måløy das Lefdal Mine Datacenter mit einem Festakt eröffnet. Damit wurde die Ausbaustufe 1 des Rechenzentrums fertiggestellt, 45 MW Kühlleistung sind nun einsatzbereit. Die Anlage wurde in einem ehemaligen Bergwerk eingerichtet. Partner beim Aufbau der Infrastruktur ist neben IBM die Friedhelm Loh Group aus Deutschland, mit einem Anteil von 33,3 Prozent auch Miteigentümer des unterirdischen Lagers. Das Tochterunternehmen Rittal, Hersteller von Schaltschränken, lieferte einen großen Teil der IT-Infrastruktur in Containern zu und bietet als strategischer Partner und Technologiepartner vorkonfigurierte, modulare und skalierbare Infrastruktur.

In seiner Eröffnungsansprache sagte Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rittal International: „Die laufende digitale Transformation wird zweifellos zu einer höheren Nachfrage an Rechenzentrumskapazität führen und in der Folge zu einer hocheffizienten Industrialisierung der Rechenzentrumsinfrastruktur und Dienstleistungen, mit anderen Worten – einer intelligenten Standardisierung. Als Spezialisten auf diesem Gebiet, sind wir überzeugt von hocheffizienter Industrialisierung. Das ist in der DNA unseres Unternehmens seit 1961, dem Gründungsjahr von Rittal.“

An der Westküste von Norwegen gelegen, wird das 120.000 Quadratmeter große Rechenzentrum ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben. Darüber hinaus wird es durch Wasser aus dem nahegelegenen Fjord gekühlt. Die Energiekosten sind entsprechend gering und das System erreicht einen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von weniger als 1.15.

Der verfügbare Speicherplatz ist sehr variabel und die verschiedensten technischen Lösungen finden Verwendung. Die Größe und die Kapazität, die die 16 Meter hohen Hallen im Berg und die dazugehörige Logistik bieten, ermöglichen verschiedene kostengünstige, skalierbare Lösungen. LMD hat ein Potenzial von 120.000 Quadratmeter Nettoleerraum und 200+ MW IT-Kapazität, der als Containerlösung oder traditionell als Whitespace zur Verfügung gestellt wird.

Das Lefdal Mine Datacenter soll eines der sichersten Rechenzentren Europas werden, es erfüllt alle Anforderungen der Tier III-Norm.

In den nächsten Monaten sollen nach und nach die Kunden in das Lefdal Mine Datacenter einziehen. iNNOVO Cloud, ein deutscher Cloud Provider, wird einer der ersten internationalen Kunden sein, der seine High Density IT Containern hier platziert. LocalHost AS, ein führender Service Provider von der Westküste Norwegens, hat die ersten Rittal Rimatrix 6-Container gekauft. Fortuitus AG, eine Schweizer Firma im Bereich Finanzierung von Infrastrukturprojekten, hat ab dem dritten Quartal dieses Jahres Kapazitäten reserviert.

Die ersten Komponenten werden ab September eingerichtet und in Betrieb genommen und bieten sowohl norwegischen als auch internationalen Kunden ein Cloud Portfolio einschließlich „HPC as a Service“. Darüber hinaus wird IBM seine Resiliency Services von Lefdal Mine Datacenter aus anbieten.

Lesen Sie mehr zum Lefdal Mine Datacenter hier.

Die Eröffnungszeremonie des Rechenzentrums finden Sie hier.

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