Energiekooperation mit China vereinbart

Norwegens (l.) und Chinas Energieminister in Peking©Norwegisches Energieministerium

Peking, 7. Juni 2017. Norwegens Energieminister Terje Søviknes und Nur Bekri, Chinas Energieminister, unterzeichneten in Peking ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Energiebereich. Es wurden sowohl Kooperationsmöglichkeiten im Öl- und Gassektor als auch im Bereich erneuerbare Energien diskutiert.„Ich bin sehr zufrieden über die Möglichkeiten, die sich jetzt in China eröffnen. Das Potenzial für die norwegischen Unternehmen in China ist riesig. Dies gilt sowohl für Lieferanten in der Öl- und Gasindustrie als auch im Bereich erneuerbare Energien“, sagte Søviknes.

Im Umweltbereich wollen beide Länder auch bei emissionsarmen Energielösungen, Energieeffizienz sowie bei der Kohlenstoffabspaltung und -speicherung zusammenarbeiten.

Neben den bilateralen Gesprächen mit chinesischen Unternehmen und der Administration nahm Søviknes an der Konferenz „Mission Innovation“ teil. Hier ging es unter anderem darum, wie die Mittel für Forschung und Entwicklung für sauberer Energietechnologie erhöht werden können.

Am Rande der Konferenz sprach Norwegens Energieminister mit Maroš Šefčovič, EU-Vizepräsident für die Energie-Union, über das von der EU verabschiedete, sogenannten „Winter-Paket“, ein Gesetzespaket, mit dem die EU-Kommission einen Anstoß geben will, ihre internationalen Verpflichtungen laut Pariser Klimaabkommen zu erfüllen

In der Sitzung machte Šefčovič deutlich, dass die EU den nordischen Energiemarkt als Modell für die Entwicklung von effizienten und emissionsarmen Energiemärkten in Europa sieht. Søviknes wiederum betonte, dass Norwegen die EU bei der Umsetzung ihrer Bemühungen unterstützen werde. Der Minister sprach auch die zwischen Norwegen und der EU bestehenden Probleme bezüglich der Einnahmen an, die sich im Bereich Stromleitungen durch unterschiedliche Strompreise zwischen exportierenden und importierenden Ländern ergeben. Wie Søviknes mitteilt, habe EU-Vizepräsident Šefčovič klare Signale gegeben, dass die EU dieses Problem im Sinne Norwegens lösen möchte.

Vom 26. bis 30. Juni wird Klima- und Umweltminister Vidar Helgesen China besuchen. Zweck der Reise ist es, den politischen Dialog und die technische Zusammenarbeit im Bereich Klima und Umweltverschmutzung wieder aufzunehmen.

Norwegen und China haben bereits 1995 die Kooperation in diesem Bereich gestartet. 2012 unterstützte Norwegen China bei der Entwicklung eines nationalen Marktes für Emissionszertifikate. Auch im Schadstoffbereich arbeiteten die Länder zusammen.  2006 wurde eine Quecksilber-Partnerschaft gegründet.

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