Regierung will Verbot von Öl-Heizungen ab 2020

Oslo, 15. Juni 2017. Norwegen will ab 2020 Öl- und Paraffinheizungen in Wohnungen, öffentlichen Gebäuden und Gewerbeimmobilien verbieten. Wie das Umweltministerium mitteilte, soll diese Maßnahme zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen. Ebenfalls schlug die Regierung ein Verbot von Öl- und Paraffinheizungen in der Landwirtschaft vor. Umweltminister Vidar Helgesen sagte, es gebe gute Alternativen für Heizöl, beispielsweise Fernwärme, Wärmepumpen oder Elektroheizungen. 

Mit dem Verbot erwartet die Regierung eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 340.000 Tonnen pro Jahr. Darüber hinaus will die Regierung prüfen, inwieweit die Emissionen bei der Nutzung von Gas für Gebäudeheizungen und von Mineralöl für Fernwärme reduziert werden können.

Der Minister wies darauf hin, dass Lösungen für den Einsatz von erneuerbarer Energie vorhanden sein müssten, bevor die alten Heizungen ausgebaut werden. Privathaushalte würden bei der Umstellung Unterstützung des staatlichen Unternehmens Enova erhalten. Auch werde es Ausnahmen geben für Fälle, da die Ölheizungen nicht ersetzt werden können.

Ziel müsse es sein, Baustellen so fossil-frei wie möglich zu betreiben. Ab 2017 will die Regierung die Möglichkeit prüfen, den Einsatz von Mineralöl für Heizungen und die Staubbildung auf Baustellen zu reduzieren oder ganz abzustellen. Dieses Vorgehen werde im Dialog mit der Bauindustrie erfolgen.

Der Vorschlag wird an die ESA (European Supervisory Authorities) geschickt, Mitglieder der EEA, die EU-Kommission und EU-Länder haben die Möglichkeit zur Kommentierung.

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