Seefahrtsamt will weniger Kreuzfahrtschiffe in norwegischen Fjorden Vorschläge zur Reduzierung von Emissionen vorgelegt

Kreuzfahrtschiffe, besonders ältere Modelle, sind für den Großteil der Emissionen in norwegischen Fjorden verantwortlich.
FOTO: Sjøfartsdirektoratet

 

OSLO, 11. Juli 2017. Die Gebiete in Westnorwegen, die auf UNESCOs Liste der Weltkulturerbe stehen, sollen sauberer werden. Der Kreuzfahrtverkehr verursacht besonders im Nærøyfjord, Aurlandsfjord, Geirangerfjord, Synnulvsfjorden und dem innersten Teil des Tafjord zeitweilig gesundheitsschädliche Emissionen. Jetzt hat das norwegische Klima- und Umweltministerium das Seefahrtsamt (Sjøfartsdirektoratet) gebeten, die Emissionen in Luft und Meer zu verringern.

Als UNESCO Weltkulturerbe sollen diese Fjorde besonders geschützt werden – das schreibt die internationale Welterbekonvention vor. „Norwegen hat eine besondere Verantwortung auf unser Weltkulturerbe aufzupassen. Umweltfreundliche Seefahrt ist auch etwas, wofür sich diese Regierung besonders engagiert. Wir haben hohe Ambitionen für beide Bereiche. Wenn wir die Verschmutzung durch Schiffe in den Weltkulturerbe-Fjorden senken, können wir zwei wichtige Ziele auf einmal erreichen“, sagt Klima- und Umweltminister Vidar Helgesen.

Das Seefahrtsamt erhielt 2016 den Auftrag die Umweltverschmutzung in drei der Weltkulturerbe-Fjorde zu untersuchen. Daraus entstanden Vorschläge für eine Reihe konkreter Maßnahmen um die Emissionen zu senken.  Beispielsweise sollen künftig nur noch Kreuzfahrtschiffe die Fjorde anlaufen, die unter anderem mit Stickoxid-Filtern ausgestattet sind und nur Treibstoffe mit niedrigem Schwefelgehalt verwenden. Außerdem sollen eine Dokumentationspflicht eingeführt und die Einleitung von Abwasser jeglicher Art verboten werden. Zudem schlägt das Seefahrtsamt eine Begrenzung der Hafenanläufe je Tag beziehungsweise Woche in den betroffenen Fjorden und eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor, um somit den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen zu reduzieren.

Diese Arbeit soll in engem Kontakt mit allen berührten Interessegruppen durchgeführt werden.

„Wenn wir diese Maßnahmen eingeführt haben, werden Emissionen von Schiffen in den Weltkulturerbe-Fjorden deutlich reduziert. Das ist gut für die lokale Umwelt und zeigt, dass wir unsere Verantwortung für die Verwaltung des Weltkulturerbes ernst nehmen. Das führt auch zu noch besseren Erlebnissen für Touristen und andere Besucher dieser Gebiete und stärkt damit das Marketing“, so Klima- und Umweltminister Vidar Helgesen.

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