Norwegen als erstes Land mit Breitbandkommunikation auf See und in der Luft

Alle Schiffe, die mit Ölrückgewinnungsanlagen in Norwegen ausgestattet sind, verfügen jetzt über Maritimes Broadband Radio. Im Bild: Die MBR-Antennen (im roten Kreis) an Bord der KV Bergen.@Norwegische Küstenverwaltung
Alle Schiffe, die mit Ölrückgewinnungsanlagen in Norwegen ausgestattet sind, verfügen jetzt über Maritime Broadband Radio. Im Bild: Die MBR-Antennen (im roten Kreis) an Bord der KV Bergen.@Norwegische Küstenverwaltung

Oslo, 24. Juli 2017. Norwegen ist das erste Land, das die maritime Breitbandkommunikation für Schiffe und Flugzeuge im öffentlichen Dienst in Betrieb nimmt. Das System ermöglicht den Austausch von Informationen, die entscheidend für die Begrenzung von Schäden bei Unfällen sein können.

Entwickler des Maritime Broadband Radio (MBR) sind die norwegischen Unternehmen Kongsberg Seatex und Radionor. Im Gegensatz zu bisherigen Systemen ist MBR sehr stabil und verfügt über eine große Reichweite. Unter anderem bietet MBR das Streaming von HD-Video. MBR erfordert keine Internetverbindung, um Einheiten im Netzwerk zu verbinden, obwohl es möglich ist, Daten aus dem Netzwerk über das Internet zu übertragen.

Die Küstenverwaltung und Norwegian Clean Seas Association for Operating Companies (NOFO) sind die ersten Einrichtungen weltweit, die die norwegische Innovation einsetzen. Die Küstenverwaltung wird MBR auf allen Ölrückgewinnungsschiffen und auf zehn zusätzlichen Schiffen mit Ölrückgewinnungsanlagen an Bord installieren. NOFO wird seine auf Ölunfälle spezialisierten Schiffe ebenfalls mit MBR ausrüsten.

Maritimes Broadband Radio, MBR, ist auch im Überwachungsflugzeug LN-KYV der Küstenverwaltung installiert.© Kongsberg Seatex AS.
Maritimes Broadband Radio, MBR, ist auch im Überwachungsflugzeug LN-KYV der Küstenverwaltung installiert.© Kongsberg Seatex AS.

MBR ist bereits auf dem Überwachungsflugzeug LN-KYV installiert, einer gemeinsamen Initiative zwischen der Küstenverwaltung, NOFO und der norwegischen Küstenwache.

Im Falle von Ölunfällen ermöglicht MBR einen wesentlich schnelleren und hochwertigeren Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Einheiten, die an der Beseitigung der Folgen solcher Unfälle beteiligt sind. Bilder, Karten und Videos können sofort übertragen werden, so dass entsprechend schnelller und gezielter reagiert werden kann.

„Dies ist eine signifikante Verbesserung, die es uns ermöglicht, mit allen an einer Mission zur Ölrückgewinnung teilnehmenden Einheiten zu kommunizieren und die Daten ohne Internetverbindung zu teilen. MBR ermöglicht es uns, schneller mit den richtigen Aktionen zu reagieren“, sagt Kjetil Aasebø, Senior Advisor der Küstenverwaltung.

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