NHO-Wettbewerb der Kommunen: Die großen Städte gewinnen

NHO’s-Kommunen-Wettbewerb: Der Kommunen-Wettbewerb bewertet die Kommunen nach der Attraktivität und dem lokalen Wachstumspotenzial nach den Kriterien Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Demografie, Kompetenzen und kommunale Wirtschaft.©NHO
NHO’s-Kommunen-Wettbewerb: Der Kommunen-Wettbewerb bewertet die Kommunen nach der Attraktivität und dem lokalen Wachstumspotenzial nach den Kriterien Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Demografie, Kompetenzen und kommunale Wirtschaft.©NHO

Oslo, 10. August 2017. Die Gebiete rund um Oslo, Stavanger, Bergen und Trondheim sind die Gewinner des diesjährigen Kommunen-Wettbewerbs des norwegischen Unternehmerverbandes NHO. In diesem Wettbewerb bewerten NHO-Mitglieder die Attraktivität der Kommunen für Investitionen und das lokalen Wachstumspotenzial nach den Kriterien Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Demografie, Kompetenzen und kommunale Wirtschaft. Die jetzt vorgestellten Ergebnisse der Umfrage basieren auf den Zahlen von 2016.

In der Top-20-Liste tauchen alle fünf Städte Norwegens mit mehr als 100.000 Einwohner auf. Dagegen belegen kleine Gemeinden mit weniger als 3.000 Einwohner die hinteren Plätze im Ranking. Damit gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen der Größe einer Kommune und ihrer Platzierung im Ranking der attraktivsten Standorte.

„Der Wettbewerb zeigt, dass in den bevölkerungsreichen Gebieten eine gute Wirtschaftspolitik mit dem Fokus auf das Transportsystem notwendig ist. Straßen und ein öffentliches Transportsystem schaffen gut funktionierende Regionen, so dass gut ausgebildete Arbeitskräfte und neue Investitionen angelockt werden“, sagt Øsytein Dørum, Chefökonom des Unternehmerverbandes.

Eine Ausnahme des Trends, dass kleine Gemeinden in abgelegenen Regionen auf den hinteren Plätzen landen, bilden Gemeinden mit einer starken Landwirtschaft. Herøy und Frøya zum Beispiel verfügen über eine große Lachs-Produktion. Das starke Wachstum in diesen Gemeinden sei zu einem gewissen Grad auf die hohen Preise von Lachs zurückzuführen. Im Allgemeinen würde man erwarten, dass die Rentabilität und die Einkommen pro Kopf wieder fallen könnten, aber diese Gemeinden würden auch weiterhin Wachstumsmotoren in ihren Regionen sein, sagt Dørum. Bezüglich der Auswirkungen des Ölpreises auf die Rangliste geht Dørum davon aus, dass viele der Öl-Gemeinden in den nächsten Jahren verlorene Positionen wiedererlangen.

Die Haltung der Gemeinde zur Geschäftswelt weise große Unterschiede auf. Einige Verwaltungen bemühten sich, neue Arbeitsplätze zu fördern, während andere Gemeinden nicht in vollem Umfang verstehen, dass der öffentliche Sektor durch ein Business-freundliches lokales Klima gewinnt.

Die Top-Ten der attraktivsten Gemeinden in Norwegen:

Sola (Rogaland)
Bærum (Akershus)
Oslo (Oslo)
Ullensaker (Akershus)
Asker (Asker)
Austevoll (Hordaland)
Ås (Akershus)
Trondheim (Sør-Trøndelag)
Stavanger (Rogaland)
Sandnes (Rogaland)

Die Auswertung des Wettbewerbes in norwegischer Sprache kann hier heruntergeladen werden.

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