11. Deutsch-Norwegisches Jugendforum in Berlin

60 Jugendliche aus Norwegen und Deutschland trafen sich beim 11. Deutsch-Norwegischen Jugendforum in Berlin.©DNJF
60 Jugendliche aus Norwegen und Deutschland trafen sich beim 11. Deutsch-Norwegischen Jugendforum in Berlin.©DNJF

Berlin, 18. September 2017. Vom 15. bis 18. September fand in Berlin das 11. Deutsch-Norwegische Jugendforum (DNJF) statt. Unter dem Thema „Digitalisierung. Deine Chance. Dein Risiko“ erarbeiteten 60 deutsche und norwegische Jugendliche innerhalb eines Sprachen- und eines Projektcamps gemeinsam Konzepte zur Optimierung der Homepages des Forums und der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung, kreierten eine Zeitung zum Jugendforum und zum Thema Digitalisierung, bereiteten ein Alumni-Treffen vor, studierten Lieder ein, dokumentierten Meinungen zur Digitalisierung im Film und verbesserten ihre Sprachkenntnisse. Exkursionen führten die Teilnehmer zum Bundestagsausschuss Digitale Agenda, zu Telekom Laboratories und zum Borderstep Institut Innovation und Nachhaltigkeit.

Zur Abschlussveranstaltung des Treffens heute in der Königlich-Norwegischen Botschafter, die die beiden Vorsitzenden Julia Stöber und Stefan Hauer moderierten, wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops vorgestellt. Die sieben Mitglieder der Arbeitsgruppe Homepage übergaben ihre Anregungen an das Jugendforum und an die Norwegisch-Deutsche Willy-Brand-Stiftung. Für die Online-Präsentation des Forums wünschen sie sich noch mehr praktische Informationen über Schüler- und Studienaufenthalte im jeweils anderen Land. Auch sollte künftig auf der Homepage des DNJF über Land und Leute berichtet werden – angefangen vom Wetter über angesagte Musikgruppen, Literatur bis zum Schulalltag. Der Willy-Brand-Stiftung empfahlen sie die Aufnahme einer Rubrik „Begegnungen“, in der Menschen vorgestellt werden, die die deutsch-norwegischen Beziehungen vorantreiben – von Schulpartnerschaften bis zu Kooperationen zwischen Handwerkskammern.

Die Mitglieder des Workshops Alumni-Treffen präsentierten in der Botschaft bereits sehr konkret ihre Vorstellungen über ein Zusammenkommen ehemaliger Teilnehmer im kommenden Jahr in Oslo – einschließlich der Finanzierung. Diese deutsch-norwegische Begegnung soll im Juni oder Juli unter dem Motto „NaTURlich“ stattfinden und mit einem sozialen Projekt im Bereich Urban Gardening verbunden werden.

Asbjørn Brandsrud, Gesandter der norwegischen Botschaft, erinnerte an die Grundlagen der guten Zusammenarbeit zwischen Norwegern und Deutschen. „Es geht um Begegnungen zwischen den Menschen, um Gedanken und Ideen“, sagte Brandsrud. Das Jugendforum sei eine Stätte der Begegnung. Beim Fußball könne Norwegen den Deutschen nicht viel beibringen, wohl aber bei der Digitalisierung. Im Gegensatz zu Deutschen hätten Norweger ein lockeres Verhältnis zur Datensicherheit.

Norwegens Botschafter Petter  Ølberg und der deutsche Botschafter in Norwegen Dr. Thomas Götz würdigten die Arbeit des Deutsch-Norwegischen Jugendforums als wichtigen Bestandteil der hervorragenden deutsch-norwegischen Beziehungen. 2017 sei für beide Länder ein besonderes Jahr, da sowohl in Norwegen als auch in Deutschland Parlamentswahlen stattfinden bzw. in Norwegen bereits stattgefunden haben, sagte der deutsche Botschafter.  Der Ausgang der Wahlen allerdings hätte keinerlei Einfluss auf die Zusammenarbeit, da alle Parteien sowohl in Deutschland als auch in Norwegen an einem guten bilateralen Verhältnis interessiert seien.

Als Zeichen des Vertrauens und der Anerkennung sei Norwegen von Angela Merkel eingeladen worden, an den G20 teilzunehmen, dessen Vorsitz die Bundesrepublik innehabe. Götz erinnerte daran, dass die G20 eine Road Map zur Digitalisierung verabschiedet haben. Danach sollen bis 2025 alle Menschen an die Digitalisierung angebunden sein. Die Teilnehmer des diesjährigen Jugendforums rief Thomas Götz auf, vernetzt zu bleiben und so die deutsch-norwegischen Beziehungen mit zu gestalten.

Franz Thönnes, MdB, Co-Vorsitzender der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung, forderte die jungen Teilnehmer auf, sich weiter für den Erhalt der engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Norwegen einzusetzen.“Sie sind unsere Zukunft – übernehmen Sie Verantwortung“, sagte Thönnes. Gerade in den Zeiten der Digitalisierung sei es eine wichtige Aufgabe der Politik und aller engagierten Bürger, die Gesellschaft zusammenzuhalten.

V.l.: Die Vorsitzenden Stefan Hauer und Julia Stöber mit den Projektbetreuern der Preisträger des 11. Deutsch-Norwegischen Jugendforums und Thönnes, Co-Vorsitzender der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung©DNJF/ Assunta Jaeger
V.l.: Die Vorsitzenden Stefan Hauer und Julia Stöber mit den Mentoren der Preisträger des 11. Deutsch-Norwegischen Jugendforums und Franz Thönnes, MdB, Co-Vorsitzender der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung. ©DNJF/ Assunta Jaeger

Für den Aufbau eines Schulnetzwerkes via Facebook wurden Christoph Dymek, Verena Dröge und Marie Evensen ausgezeichnet. Sie  starteten das Projekt „Freundskap“ im vergangenen Jahr im Rahmen des 10. Deutsch-Norwegischen Jugendforums und führte es in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich weiter. Lukas Neuenschwander erhielt einen Preis für die Entwicklung einer Wörterbuch-App Deutsch-Norwegisch. Das Preisgeld in Höhe von je 250,00 Euro hat die Norwegisch-Deutsche Willy-Brandt Stiftung zur Verfügung gestellt. Für die Weiterentwicklung der Wörterbuch-App werden noch Sponsoren gesucht, wie Lukas Neuenschwander, der über Video zur Veranstaltung zugeschaltet war, erklärte. Das Schulnetzwerk „Freundskap“ freue sich über weitere Interessenten, wie Christoph Dymek in seiner Video-Botschaft erklärte.

Das deutsche Energieunternehmen Uniper ist von Anfang an Sponsor des Deutsch-Norwegischen Jugendforums. Dr. Christian Schebbel, Teamleiter im Bereich Gas Trading and Optimization, sprach über die Energiepartnerschaft zwischen beiden Ländern. Im September konnte ein besonderes Jubiläum gefeiert werden: 40 Jahre Erdgaslieferungen aus Norwegen. Uniper, damals noch Ruhrgas, später E.ON, sei als wichtiger Akteur am Ausbau der Energiebeziehungen zwischen Deutschland und Norwegen beteiligt.

Das Deutsch-Norwegische Jugendforum wurde auf Initiative der Königlich Norwegischen Botschaft erstmals im Jahr 2007 in Essen veranstaltet und dort von Königin Sonja von Norwegen eröffnet. In den vergangenen elf Jahren haben über 1.000 Jugendliche aus allen Regionen Norwegens und Deutschlands teilgenommen. Ziel ist es, bei norwegischen Jugendlichen das Interesse an der deutschen Sprache und an Deutschland – sowie umgekehrt – zu wecken und zu intensivieren. Außerdem sollen der kulturelle Austausch und der Aufbau von langfristigen Kontakten zwischen beiden Ländern gefördert und eine Möglichkeit geboten werden, sich über Studium und Stipendien sowie Karriere und Berufswahl gezielt zu informieren. Im letzten Jahr wurde das Deutsch-Norwegische Jugendforum in den Maßnahmenplan des norwegischen Bildungsministeriums zur Förderung der deutschen Sprachen aufgenommen.

Kontakt: 

Deutsch-Norwegisches Jugendforum e. V.
Servicebüro neues handeln, Raik Fröhlich
Köln
Telefon: +49 (0)221 / 160 82 – 419
Fax: +49 (0)221 / 160 82 – 24
info@dnjf.org
info@tnuf.org
www.dnjf.org
www.tnuf.org

 

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