Unternehmen zur Entwicklung von Wasserstoff-Elektro-Fähren ausgewählt

Die Wasserstoff-Fähre soll im Jahr 2021 ihren Betrieb zwischen Hjelmeland-Nesvik-Skipavik in Rogaland aufnehmen.©Illustration: Statens vegvesen, Jon Opseth
Die errse Wasserstoff-Elektro-Fähre soll im Jahr 2021 ihren Betrieb zwischen Hjelmeland-Nesvik-Skipavik in Rogaland aufnehmen.©Illustration: Statens vegvesen, Jon Opseth

Oslo, 11. Oktober 2017. Die norwegische öffentliche Straßenverwaltung Statens vegvesen hat ein weiteres ehrgeiziges Entwicklungsprojekt initiiert, das dazu beitragen soll, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die norwegischen Reedereien und die maritime Industrie zu entwickeln. In einem Wettbewerb um den Bau und den Betrieb der ersten Wasserstoff-Elektro-Fähre wurden jetzt die drei Unternehmen ausgewählt, die sich für die weiteren Schritte qualifiziert haben: NORLED, Fjord 1 und Boreal.

„Alle drei Unternehmen sind in Bezug auf die Entwicklung und den Betrieb der Fährverbindung in Zukunft solide Akteure“, sagt Terje Moe Gustavsen, Geschäftsführer der Straßenbehörde. Das Ziel des Projektes sei es, die Zero-Emissions-Technologie weiter voranzutreiben. Es werde eine Menge Entwicklungsarbeit erfordern, um ein Schiff mit Wasserstoff zu betanken und zu betreiben, so Gustavsen weiter. Der Wert, die Entwicklungsergebnisse auf andere Bereich zu übertragen, sei groß.

Die erste Wasserstoff-Elektro-Fähre soll 2021 auf der Strecke Hjelmeland-Nesvik-Skipavik in Rogaland in Betrieb gehen. Die drei im Wettbewerb qualifizierten Unternehmen, alle Mitglieder des norwegischen Unternehmerverbandes NHO, liefern im Frühjahr 2018 endgültige Angebote.

„Dies bedeutet, dass sie in der Praxis in weniger als drei Jahren sowohl die Fähren als auch die notwendige Infrastruktur an Land projektieren und bauen müssen. Die Reedereien übernehmen eine große Verantwortung, nicht nur für die Entwicklung des Konzepts, sondern auch für den vollen Betrieb der Fähre“, sagt Frode Sund, CEO des Bereiches Maritim des norwegischen Unternehmerverbandes NHO. Das Vorgehen sei so neu, dass die norwegische Maritime Direktion die Vorschriften parallel zum Bau der Fähren entwickeln müsse. Die Vertrags- und Fortschrittspläne müssten daher die mit dem Projekt verbundenen Risiken berücksichtigen, so Sund. Eine der Anforderungen bestehe darin, dass die Fähre auch vollelektrisch betrieben werden kann.

Insgesamt werden die Emissionen mit dem Einsatz der neuen Fähre jährlich um mehr als 4.000 Tonnen CO2 reduziert. Dies entspricht rund einem Prozent der gesamten Emissionen aller norwegischen Fähren.

„Das Projekt bietet Norwegen und vor allem Südwest-Norwegen einzigartige Möglichkeiten. Wir sind bereits weltweit führend in der umweltfreundlichen maritimen Industrie. Die Teilnehmer in diesem Projekt haben gute Voraussetzungen, wenn die nächsten Wasserstoffprojekte auf der ganzen Welt gestartet werden. Das Vorhaben stößt weltweit auf großes internationales Interesse, da es die neuesten innovativen, klimafreundlichen, zukunftsorientierten Technologien miteinander verbinden wird „, sagt Terje Moe Gustavsen.

 

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