1.000 Norweger und Großbank DNB in Paradise Papers erfasst

Zahlreiche Kunden der DNB Bank in Oslo nutzen nach Angaben der Paradise Papers Steueroasen. Im BIld: Hauptsitz der Bank am Osloer Barcode.©Espen Brynsrud, DNB
Zahlreiche Kunden der DNB Bank nutzen nach Angaben der Paradise Papers Steueroasen. Im Bild: Hauptsitz der Bank am Osloer Barcode.©Espen Brynsrud, DNB

Oslo, 7. November 2017. 1000 Norweger und die Großbank DNB tauchen nach Angaben der norwegischen Tageszeitung Aftenposten in den Paradise Papers auf. 428 norwegische Personen oder Unternehmen fanden sich im Firmenregistern in Malta, 418 in den Dokumenten der Anwaltskanzlei Appleby. Wie Aftenposten berichtet, haben die aufgeführten Norweger  ein Gesamtvermögen von 44,7 Milliarden NOK und ein durchschnittliches Einkommen von 1,7 Millionen NOK (2015).

Die meisten der Firmen sind in der Schifffahrt (178), der Finanzindustrie (147) und der Offshore-Industrie (133) tätig. 40 Unternehmen kommen aus der Immobilienbranche und 39 aus dem Glücksspiel-Geschäft.

Die staatliche DNB Bank hat nach Angaben der Zeitung Hunderte von Kunden in Steuerparadiesen. Die meisten sind entweder Eigentümer oder Vorstandsmitglieder norwegischer Unternehmen.

Verglichen mit anderen Ländern wirdt nur ein geringer Teil des Bruttoinlandsproduktes Norwegens in Steueroasen verwaltet.©icij.org
Verglichen mit anderen Ländern wird nur ein geringer Teil des Bruttoinlandsproduktes Norwegens in Steueroasen verwaltet.©icij.org

Aftenposten ist Partner des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), dem die Dokumente zugespielt wurden.

Es sei nicht illegal, Werte in einem Steuerparadies zu haben, solange diese den Steuerbehörden gemeldet werden, aber Steueroasen machten die Ärmeren ärmer und erhöhten die wirtschaftlichen Unterschiede, sagt Wirtschaftsprofessorin Brooke Harrington gegenüber Aftenposten.

Da sich das jetzt veröffentlichte Material über Jahrzehnte angesammelt habe, lägen einige Beispiele relativ weit zurück, schreibt die Zeitung. Der Überblick gebe jedoch einen aktuellen Einblick in das Ausmaß der Nutzung von Steueroasen durch norwegische Unternehmen.

Aftenposten kündigte an, in Zukunft einige Fragen zu stellen, die sich mit den Ergebnissen des Materials befassen.

 

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