Entwicklungsplan für Johan-Castberg-Vorkommen übergeben

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Hammerfest, 5 Dezember 2017. Norwegens größter Öl- und Gaskonzern Statoil hat heute den Plan für die Entwicklung und den Betrieb (PDO) des Erdöl- und Gasvorkommens Johan Castberg an das norwegische Ministerium für Erdöl- und Energie übergeben. Partner von Statoil sind der italienische Energiekonzern Eni (30 Prozent) und Norwegens Petoro AS (20 Prozent). Der wirtschaftlichen Entwicklung Norwegens soll das Projekt Auftrieb verleihen.  

„Das ist ein großer Tag! Endlich ist es uns gelungen, die Entwicklung von Johan Castberg zu realisieren. Das Projekt ist von zentraler Teil für die  weitere Entwicklung der nördlichen Regionen. Es wird über 30 Jahren Werte und und Spinoffs für Norwegen schaffen”, sagte Margareth Øvrum, Statoil Executive Vice President für Technologie, Projekte und Bohrungen, bei der Übergabe der Entwicklungs- und Produktionsplanes an Norwegens Öl- und Energieminister Terje Søviknes in Hammerfest.

Die Investitionskosten für Johan Castberg werden auf rund 49 Milliarden NOK geschätzt, etwa 4,97 Milliarden Euro. Die förderbaren Reserven betragen nach Angaben von Statoil 450 bis 650 Millionen Barrel Öläquivalent. Damit ist das Johan-Castberg-Projekt die größte Offshore-Öl- und Gasförderung, die 2017 grünes Licht erhält. Das erste Öl soll 2022 sprudeln.

Erdöl- und Energieminister Terje Søviknes zusammen mit Torger Rød, Direktor für Projektentwicklung bei Statoil und Siri Kindem, Direktor von Drift Nord, Statoil. ©EBM /OED
Erdöl- und Energieminister Terje Søviknes (mitte) mit den Statoil-Direktoren  Torger Rød und Siri Kindem©EBM /OED

“Johan Castberg hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Das Projekt war ursprünglich nicht rentabel, denn nach ersten Plänen lagen die  Investitionskosten bei mehr als 100 Milliarden NOK. Das hätte einen Break-Even-Ölpreis von mehr als 80 US-Dollar pro Barrel gebraucht. Wir haben mit unseren Partnern und Zulieferern hart gearbeitet, um das Konzept zu ändern und neue Lösungen zu finden. Heute liefern wir einen soliden Entwicklungs- und Produktionsplan mit der halben Investitionssumme, so dass das Projekt bereits bei einem Ölpreis von weniger als 35 US-Dollar pro Barrel profitabel ist“, sagt Øvrum.

Johan Castberg wird das sechste große Öl. und Gasprojekt in Nordnorwegen sein. Es soll das Rückgrat für die weitere Entwicklung der Öl- und Gasindustrie im Norden bilden. Es wird einen Versorgungsstützpunkt in Hammerfest und eine Operationseinheit in Harstad haben. Die Kosten für die Exploration werden 1,15 Milliarden NOK pro Jahr betragen. Das entspricht etwa 1.700 Mann-Jahren, von denen etwa 500 in Nordnorwegen angesiedelt sein werden.  Johan Castberg wird mehr als 30 Jahre produzieren.

Parallel zur Einreichung des PDO unterzeichnete Statoil für das Unterwasser-System sowie für das Engineering-und Beschaffungsmanagement Verträge mit dem Dienstleistungsunternehmen Aker Solutions AS in einem Gesamtwert von rund vier Milliarden NOK. Dabei geht es um 30 Bohrlöcher, 10 Unterwasser-Schablonen und zwei Satellitenstrukturen.

Ein Letter of Intent wurde mit FMC Kongs Subsea AS für das Unterwassersystem für das Snorre Expansion Project (SEP) unterzeichnet. Dieser Auftrag hat einen Wert von etwa zwei Milliarden NOK und beinhaltet sechs Unterwasser-Templates und Unterwasser-Produktionsausrüstungen für insgesamt 24 Bohrlöcher.

“Dies ist ein Jubiläum für das Land und für die weitere Entwicklung der Erdölaktivitäten auf dem norwegischen Kontinentalschelf“, sagte Energieminister Terje Søviknes bei der Entgegennahme des Betriebs- und Produktionsplanes. „Dies ist die dritte Feldentwicklung in der Barentssee und für die Entwicklung der Erdölindustrie im Norden von großer Bedeutung. Johan Castberg ist ein großes Feld. Die Entwicklung wird sowohl in der Entwicklungsphase als auch während des Betriebs erhebliche Aktivitäten und profitable Arbeitsplätze in der Industrie schaffen”, so Søviknes weiter. Öl und Gas seien Norwegens größte Industrie. Die Branche stimuliere die positive Geschäfts-, Technologie- und Gemeindeentwicklung im ganzen Land. Alle Schätzungen deuteten darauf hin, dass die Wertschöpfung in der Branche in Zukunft hoch sein werde. Der Minister zeigte sich überzeugt, dass der Sektor für den nördlichen Teil des Landes an Bedeutung gewinnen werde. “Die Regierung tut alles, was nötig ist zur Unterstützung, und deshalb hoffe ich, dass die Industrie die Chance ergreifen wird „, sagte Søviknes.

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