Fangverbot und gemeinsame Forschung in der Arktis

Die Anrainerstaaten der Arktis einigten sich auf ein Fischereiverbot und auf gemeinsame Forschungen©Regjeringen.no
Die Anrainerstaaten der Arktis einigten sich auf ein Fischereiverbot und auf gemeinsame Forschungen©Regjeringen.no

Oslo, 5. Dezember 2017. In Washington wurde am 1. Dezember 2017  ein internationales Abkommen zur Verhinderung des unregulierten Fischfangs im Zentralen Arktischen Ozean unterzeichnet. Das Abkommen verpflichtet die fünf arktischen Anrainerstaaten Norwegen, Russland, die Vereinigten Staaten, Kanada und Dänemark / Grönland / der Färöer Inseln sowie die großen Fischfangnationen Japan, Südkorea, Island und die EU-Staaten, die über große Fischereiflotten verfügen, unregulierten Fischfang in den internationalen Gewässern des Arktischen Ozeans zu unterbinden. Es gilt in einer 2,8-Millionen-Quadratkilometer-Zone um den Nordpol für mindestens 16 Jahre.

Die Vereinbarung sei wichtig für die Bewirtschaftung der Meere rund um den Nordpol, sagte die norwegische Außenministerin Ine Eriksen Søreide. Es werde auch die internationale Zusammenarbeit erleichtern, um die Fischbestände und Ökosysteme in den kommenden Jahren zu beobachten. Eine solche Forschung soll dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme der arktischen See zu untersuchen.

Norwegens Fischereiminister Per Sandberg verwies auf die Bedeutung der gemeinsamen Forschung zu den Veränderungen im zentralen Arktischen Ozean. Das Abkommen bringe sehr wichtige Länder zusammen, so dass das Wissen über die Entwicklungen in den arktischen Gewässern verbessert werden kann und die Länder vorbereitet sein können, wenn die Fischbestände in dieses Gebiet ziehen.

Norwegen könnte die Erkenntnisse der Kommission für Fischerei im Nordostatlantik (NEAFC) zur Verfügung stellen, wenn Regulierung und kommerzielle Fischerei im NEAFC-Verwaltungsgebiet nördlich der nationalen Zonen wahrscheinlich werden.

Für die nahe Zukunft sei es unwahrscheinlich, dass im zentralen Teil des Arktischen Ozeans kommerzieller Fischfang betrieben werde, so Sandberg. Insofern waren sich die Parteien auch einig, dass derzeit keine neue regionale Fischereiorganisation eingerichtet werden muss.

Die fünf Anrainerstaaten des Ozeans hatten bereits vor zwei Jahren ein auf Freiwilligkeit basierendes Abkommen zum Verzicht auf Fischfang in diesem internationalen Gebiet unterzeichnet.

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