Erstes Powerhouse-Hotel am Polarkreis

Snøhetta Designs "Svart" - das weltweit erste energiepositive Hotelkonzept über dem Polarkreis©Snøhetta
Snøhetta Designs „Svart“ – das weltweit erste energiepositive Hotelkonzept über dem Polarkreis©Snøhetta

Oslo, 12. Februar 2018. In Zusammenarbeit mit Arctic Adventure of Norway, Asplan Viak und Skanska hat das Architekturbüro Snøhetta das Hotel „Svart“ entworfen – das erste Powerhouse-Hotel der Welt. Es soll am Fuße des Svartisen Gletschers in der Gemeinde Meløy in Nordnorwegen direkt am Polarkreis entstehen und 2021 eröffnet werden. Auftraggeber des Projektes ist Arctic Adventure of Norway, ein Tochterunternehmen des Immobilienentwicklers Miris Eiendom.

„Svart“ ist das erste Gebäude, das nach dem energiepositiven Powerhouse-Standard in einem nördlichen Klima gebaut werden soll. Dieses neue Hotel reduziert nach Informationen des Architekturbüros nicht nur seinen jährlichen Energieverbrauch um etwa 85 Prozent im Vergleich zu anderen modernen Hotels, sondern produziert auch seine eigene Energie – ein absolutes „Muss“ in diesem arktischen Umfeld, wie Snøhetta erklärt.

Der Name „Svart“ (schwarz) ist eine Hommage an das tiefblaue Eis des Svartisen-Gletschers. In Alt-Norwegisch steht “svart” sowohl für schwarz als auch für  blau.

Das Gebäude bietet einen Panoramablick©Snøhetta
Das Gebäude bietet einen Panoramablick©Snøhetta

Das Bauen in solch einer wertvollen Umgebung bringe klare Verpflichtungen in Bezug auf die Erhaltung der natürlichen Schönheit und der Fauna und Flora der Region mit sich, erklärt Snøhetta. “Es war uns wichtig, ein nachhaltiges Gebäude zu entwerfen, das einen minimalen ökologischen Fußabdruck in dieser wunderschönen nördlichen Natur hinterlassen wird. “Der Bau eines energieeffizienten und umweltfreundlichen Hotels ist ein wesentlicher Faktor für die Schaffung eines nachhaltigen Tourismusziels unter Berücksichtigung der einzigartigen Merkmale der Landschaft mit ihren seltenen Pflanzenarten, dem sauberen Wasser und dem blauen Eis des Svartisen-Gletschers”, sagt Kjetil Trædal Thorsen, Gründungspartner von Snøhetta.

Snøhetta entwirft seit über 25 Jahren einige der bemerkenswertesten öffentlichen und kulturellen Projekte der Welt. Das Architekturbüro startete seine Karriere 1989 mit dem preisgekrönten Beitrag für die neue Bibliothek von Alexandria, Ägypten. Später folgten der Auftrag für die Norwegische Nationaloper in Oslo und den Nationalen Pavillon 11. September im World Trade Center in New York City.

Vom 2. bis 25. Februar 2018 präsentiert Snøhetta in der Tjuvholmen Allé 25, Oslo, die Pop-Up-Ausstellung „Ein Haus zum Sterben“ – ein Gemeinschaftsprojekt mit Selvaag Art Collection und Bjarne Melgaard.

Illustration des House to Die©Snøhetta
Illustration des „a house to die in“©Snøhetta

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Geschichte, wie ein unkonventionelles Gebäude unsere Wahrnehmung der Grenzen zwischen Kunst und Architektur hinterfragt. Es ist eine Geschichte über künstlerische Freiheit und architektonische Innovation, aber auch über öffentliche Verwaltung und öffentliche Meinung. Die Ausstellung dokumentiert darüber hinaus den Arbeitsprozess zwischen Selvaag, Snøhetta und Bjarne Melgaard als einen transdisziplinären Prozess, bei dem der Künstler und der Architekt kooperieren, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Das Projekt wurde bereits am Institute of Contemporary Arts in London und auf der aut. architektur und tirol in Innsbruck präsentiert.

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