Noch kein Antrag zur Genehmigung des OMV-Gazprom-Deals beim Energieministerium

Arbeitstreffen zwischen OMV-Chef Seele und Gazprom-Chef Miller.©Gazprom
Arbeitstreffen zwischen OMV-Chef Rainer Seele(r.)  und Gazprom-Chef Miller.©Gazprom

Moskau, 15. Mai 2018. Alexey Miller, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Gazprom, und Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der OMV, trafen sich am 15. Mai zu Gesprächen übe den Fortgang des Nord Stream 2-Projektes sowie der weiteren Zusammenarbeit im Gasbereich.  Wie Gazprom mitteilt, seien die russischen Gasexporte nach Österreich seit Jahresbeginn deutlich gewachsen. Nach vorläufigen Daten lieferte Gazprom vom 1. Januar bis 14. Mai 2018 4,7 Milliarden Kubikmeter Gas nach Österreich, eine Steigerung von 70,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Jahr 2017 hatte Gazprom mit 9,1 Milliarden Kubikmetern einen neuen Rekord für Gasexporte nach Österreich aufgestellt, ein Anstieg um 50,3 Prozent (3 Milliarden Kubikmeter) gegenüber 2016 (6,1 Milliarden Kubikmeter) und 33,7 Prozent (2,3 Milliarden Kubikmeter) gegenüber 2005, das bisherige Rekordjahr (6,8 Milliarden Kubikmeter).

OMV ist der Hauptpartner von Gazprom in Österreich. Die Unternehmen kooperieren bei Gasproduktion, Transport und Versorgung.

Die beiden Unternehmen haben 2016 einen Asset Swap vereinbart, der auch Norwegen betrifft. Die OMV will sich zu knapp 24,98 Prozent an Teilen des sibirischen Urengoy-Gasfeldes beteiligen, Gazprom soll im Gegenzug 38,5 Prozent an der OMV (Norge) AS erhalten. Bisher ist beim norwegischen Energieministerium kein Antrag auf Genehmigung des Deals eingegangen. Beim jetzigen Treffen der Konzernchefs in Moskau wurden keine Angaben über den aktuellen Stand der Umsetzung der Vereinbarung bekannt. Reuters zitiert den norwegischen Ölminister Terje Soevikne mit den Worten: “Wir haben OMV gesagt, dass wir mit diesem Deal nicht glücklich sind, weil wir Gas nach Europa diversifizieren wollen. Aber wenn es einen Antrag gibt, werde man ihn natürlich bearbeiten. Bisher sei aber noch keiner eingereicht worden.

Für die Europäer sei wichtig zu wissen, dass sie einen stabilen Produzenten haben, erklärte der Minister gegenüber Reuters weiter. Norwegen ist nach Russland der zweitgrößte Gaslieferant Europas.

 

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